Saturday, 21/11/15

MediaCom Online: Video Studie 2015


Schweizer Studie: MediaCom und Stailamedia untersuchen die Überschneidung von TV- und Online-Video Nutzung.

Zürich, 15.10.2015 von Julian Knauf, Trading Analyst Mediacom Switzerland

Obwohl wir mittlerweile über eine Vielzahl von Nutzungsdaten einzelner Medienkanäle verfügen, so fehlte es bisher an einer medienkanalübergreifenden Single Source Studie, um noch gezielter effiziente TV- und Online-Video Kampagnen planen zu können. Erstmalig in der Schweiz haben daher MediaCom und Stailamedia in einem gemeinsamen Projekt den Schweizer TV- und Online-Videokonsum abgefragt.



Online-Video-Nutzung ist weit verbreitet
Die Studie bestätigt, dass Online-Videoplattformen attraktive Komplementärkanäle zum klassischen TV darstellen. Ein Drittel aller Befragten schauen täglich und rund die Hälfte aller Befragten mehrmals wöchentlich Videos im Internet an - dies primär auf mobilen als auf stationären Endgeräten.



Die Nutzung von Online-Video Angeboten fällt gemäss der Studie fragmentiert aus. YouTube ist dabei das mit Abstand am häufigsten genutzte Angebot, gefolgt von den Nachrichtenportalen 20min.ch, bluewin.ch und blick.ch. Die Heavy YouTuber nutzen allerdings parallel und ebenso intensiv auch nahezu alle anderen abgefragten Angebote und weisen daher insgesamt eine hohe Online-Video-Affinität auf.

Es gibt Nutzertypen mit hoher Bewegtbild-Affinität
Die Studie zeigt zudem, dass neben den Heavy YouTubern auch Personen mit einer hohen TV Nutzung vermehrt Online-Video Angebote aufrufen. Gleiches gilt für Personen, die mehrheitlich private TV Sender bevorzugen. Zuschauer privater TV Sender bevorzugen dabei Video Angebote auf Web-TV Plattformen, Sender-Mediatheken, YouTube und 20min.ch, während bei Zuschauern des öffentlich-rechtlichen Fernsehens die SRF Mediathek, bluewin.ch, tagesanzeiger.ch und blick.ch beliebt sind. Low TV-Nutzer erreicht man mit Video-Inhalten am besten auf YouTube, den Nachrichtenportalen und der SRF-Mediathek. Die Studie zeigt also zum einen, dass es Personengruppen gibt, die generell über eine hohe Bewegtbildnutzung auf verschiedenen Medienkanälen verfügen und zum anderen wie man Personen mit niedriger TV Nutzung mittels Online-Video erreichen kann.

Medienkanalüberschneidung ist je nach Altersgruppe verschieden
Relevant für die Kumulation von Netto-Reichweiten über verschiedene Medienkanäle ist die Frage nach der Nutzungsüberschneidung. Hier zeigt die Studie, dass diese in jungen Zielgruppen am grössten ist (siehe Grafik 2). Denn obwohl junge Menschen im Vergleich zu Älteren eine niedrigere TV Nutzung aufweisen, schauen immerhin noch 81% der 14-29-jährigen mindestens 3-4-mal pro Woche Fernsehen. Gleichzeitig nutzen 48% der Zielgruppe mindestens 3-4-mal in der Woche Online-Videos. 7% der Zielgruppe lässt sich dabei ausschliesslich mit Online-Video und nicht via klassischem TV erreichen. Weitere 41% nutzen beide Medien gleichermassen häufig. Das Online-Video-Reichweiten Potential ist also in jungen Zielgruppen besonders hoch während gleichzeitig auch Mehrfachkontakte über beide Medien wahrscheinlicher sind. Hier helfen uns die Nutzungsdaten aus der Studie anhand derer wir genau analysieren können, welche TV Sender und Online-Video-Angebote genutzt werden. Dank diverser technischer Möglichkeiten können wir so Online-Video-Kampagnen gezielt aussteuern und Bewegtbildkampagnen noch effizienter umsetzten.

 


Die Studie wurde im vierten Quartal 2014 per Internetbefragung (Fallzahl: 1997 Personen) und in Zusammenarbeit mit d.core, Forschungsagentur für Medien, durchgeführt.